Neuer Bürgermeister für Ibbenbüren

Meine Ziele für unser Ibbenbüren

Familien- und Generationenstadt:

Das Miteinander der Generationen steht im Mittelpunkt unserer Gesellschaft. Es muss gelingen, unsere Stadt für jung und alt, für Familien und Alleinstehende attraktiv zu gestalten. Hierzu gehören beste Angebote für Kinder vom U3-Bereich bis zum Schulabschluss sowie vernetzte Angebote von Sport, Kultur und anderen Initiativen mit Schulen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf muss insbesondere für Mütter noch verbessert werden. Unsere ausgeprägten Angebote für Senioren werden zukünftig noch wichtiger werden; wir müssen der älteren Generation ein Alter in Würde ermöglichen und hierbei möglichst alle Generationen einbeziehen. Für besonders wichtig und unverzichtbar halte ich den Einsatz von Ehrenamtlichen, die in allen sozialen und kulturellen Bereichen eine maßgebliche Säule bilden und die in ihrem Einsatz durch uns unterstützt werden müssen. Meine eigene Erfahrung in der Sozialarbeit an Grundschulen hat mir gezeigt, was jeder einzelne bewirken kann.

 

Verkehrs- und Infrastrukturstadt:

Ibbenbüren als Mittelzentrum des Tecklenburger Landes hat eine ideale Infrastruktur mit drei Autobahnabfahrten, der Kanal- und Bahnverbindung sowie der Nähe zum Flughafen Münster/Osnabrück. Die Voraussetzungen aus der Kombination von Schiene, Straße und Wasser z. B. für ein Containerterminal sind gegeben und werden bisher unzureichend genutzt. Verkehrsadern sind das Rückgrat unserer Wirtschaft und müssen gepflegt und sorgsam weiterentwickelt werden. Die Talstraße und der letzte Teilabschnitt der Laggenbecker Westumgehung sind unverzichtbar und dürfen nicht weiter verschoben werden. Gleichzeitig dürfen wir die Pflege und Instandhaltung unserer Infrastruktur nicht vergessen. Zur Pflege gehört auch ein sauberes und schönes Stadtbild. Hier wünschen sich die Bürger deutliche Verbesserungen im städtischen Erscheinungsbild.

Zu einer guten Infrastruktur gehören auch bestmögliche Internetverbindungen, hier haben wir in den Außenbezirken noch Nachholbedarf.

 

Schul- und Bildungsstadt:

Ibbenbürens hervorragendes Schulsystem mit einem breiten Angebot für unsere Schülerinnen und Schüler ist mir sehr wichtig. Gute Ausbildung ist der beste Grundstein für ein erfolgreiches und befriedigendes Arbeitsleben. Zukünftig haben wir weniger Kinder im Schulsystem. Ich halte ein breites schulisches Angebot, die wohnortnahe Schule unter weitgehender Berücksichtigung des Elternwillens für wichtig. Auch das Thema der inklusiven Schule sollte zukünftig als selbstverständlich angesehen werden. Eine enge Zusammenarbeit der Oberstufen von Gymnasien, Gesamtschule und Berufskollegs halte ich für sehr wichtig.

Wichtig ist mir zudem der Fortbestand unserer Bildungseinrichtungen neben dem klassischen Bildungssystem. Die Volkshochschule und die Musikschule bilden einen wichtigen Baustein in unserer Bildungslandschaft.

 

Wirtschafts- und Arbeitsstadt:

Das Ende des Bergbaus in Ibbenbüren ab 2018 stellt uns vor große Herausforderungen. Unser noch größter Arbeitgeber und wichtiger Auftraggeber für viele mittelständige Unternehmen fällt zukünftig weg. Kreativität und wirtschaftlicher Sachverstand helfen uns, diese Situation zu meistern. Hierbei sollten wir für alle Ideen und Ansätze offen sein.

Wirtschaftsförderung ist bei mir Chefsache. Ibbenbüren wird sich zukünftig offensiver mit all seinen Stärken und Möglichkeiten verkaufen. Bei der Ausschöpfung aller Mittel zur Abmilderung der Auswirkungen des auslaufenden Bergbaus ist noch Luft nach oben. Eine Vernetzung europäischer Programme sowie von Bundes- und Landesprogrammen wird uns dabei helfen.

Mit unserer mittelständisch breit aufgestellten Struktur – unter denen auch viele „hidden champions“ sind – wird es uns gelingen, auch zukünftig zu den Kommunen mit der niedrigsten Arbeitslosenquote im Kreis Steinfurt zu gehören.

Zur Wirtschaftsförderung gehören auch eine attraktive Innenstadt sowie lebendige Ortsteile. Zur Verbesserung der Einkaufs- und Aufenthaltsqualität unserer Innenstadt gehört eine Lösung zur Bebauung des ehemaligen Magnusgeländes. Hier wird die Stadt seit Jahren von einem Investor an der Nase herumgeführt. Die zukünftige Änderung im Innenstadtbereich hin zu einer Einhäusigkeit der Krankenhäuser bringt Chancen, die nutzen müssen. Wir sollten vorbereitet sein, wenn es um die Nachnutzung des ehemaligen Bodelschwingh-Krankenhauses geht.

In den Ortsteilen muss die Nahversorgung möglich sein, zudem müssen wir zukünftig auch die medizinische Versorgung unserer Mitbürger im Auge behalten.

 

Sport- und Kulturstadt:

Wir haben in Ibbenbüren ein buntes und kreatives Sport- und Kulturangebot, welches in erster Linie von Ehrenamtlichen geprägt wird. Ich werde alles tun, um diesen ehrenamtlichen Einsatz zu erhalten und auszubauen. Die vielfältigen Sportvereine leisten unter anderem eine wichtige Jugendarbeit und setzen generationenübergreifend deutliche gesundheits- und sozialpolitische Ausrufezeichen. Auch im Bereich der Integration von Migranten wird hier vorbildliche Arbeit geleistet. Zudem halte ich Sport und Kultur für einen ganz wichtigen Faktor in der Bewertung, ob eine Stadt einen hohen Lebensstandard ermöglicht.

Im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten müssen wir den Sportvereinen helfen, für verlässliche Rahmenbedingungen und Verhältnisse zu sorgen.

 

Energie-, Umwelt- und Naturstadt:

Unsere Stadt Ibbenbüren ist geprägt von vielen typisch münsterländischen Landschaftsteilen, welche sich hervorragend mit Wohn- und Industrieansiedlungen ergänzen. Unsere familiär geprägte Landwirtschaft setzt sich für dieses Erscheinungsbild ein und benötigt hierzu unsere Unterstützung.

Die Stadtwerke Tecklenburger Land sollen zum Grundversorger, also zum führenden Anbieter von Energie in unserer Region ausgebaut werden. Auch der Mobilitätsaspekt sollte in dieser Konzeption Berücksichtigung finden. Grundsätzlich gilt,in wie weit durch die Stadtwerke positive Potentiale für die Stadtentwicklung gehoben werden können. Hierfür werde ich mich einsetzen. Die Stadtwerke dürfen nicht zur Spielwiese für politische Träumereien werden, wo sich Kommunalpolitiker selbstverwirklichen.

 

Verwaltungs- und Finanzstadt:

Die Stadtverwaltung möchte ich weiter zum Dienstleister entwickeln. Der Bürger steht im Mittelpunkt unserer Arbeit und sollte dieses Gefühl auch vermittelt bekommen. Ich traue mir aufgrund meiner langjährigen Führungsarbeit im Unternehmen und auch meiner langjährigen Gremienarbeit zu, Mitarbeiter zu motivieren und Potentiale zu erkennen. Hierbei möchte ich eine Kommunikation auf Augenhöhe entwickeln und die Mitarbeiter in Veränderungsprozesse einbeziehen.

Die Stadt Ibbenbüren hat in den vergangenen Jahren jeweils vier bis fünf Mio. Euro weniger Einnahmen als Ausgaben verzeichnet. Dieses liegt in erster Linie daran, dass die Landesregierung unter Frau Kraft Ballungsgebiete zum Schaden gegenüber dem ländlich geprägten Raum bevorzugt. Aus dieser misslichen Situation müssen wir das Beste machen: Es heißt Sparpotentiale zu finden und auszuschöpfen. Das beste Mittel gegen knappe kommunale Kassen ist eine gute Wirtschaftsförderung, hierzu bin ich bereit.

 

Meine Vision von Ibbenbüren:

Ich möchte unsere liebens- und lebenswerte Stadt weiterentwickeln. Die Lebensqualität in Ibbenbüren muss auch auf andere wirken, so dass wir zukünftig verstärkt Zuzüge verzeichnen können. Auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und das Ende des Bergbaus möchte ich mit einer Verbesserung der Bedingungen für Familien und auch für mittelständische Firmen reagieren. Meine Vision ist eine Stadt, die den demografischen Wandel abfängt, indem sie mit einem extrem familienfreundlichen Kurs junge Leute in besonderem Maße an Ibbenbüren bindet und verstärkt dazu bewegt, nach Ibbenbüren zu ziehen.

Zu meiner Vision von Ibbenbüren gehört auch die Prüfung einer Landesgartenschau in Ibbenbüren, mit deren Hilfe wichtige infrastrukturelle Maßnahmen beschleunigt werden könnten. Ein solches Projekt gelingt nur mit Hilfe des Landes Nordrhein-Westfalen, welches sich bisher beim Thema Kohlekonversion sehr zurückhält.

Ebenfalls halte ich es für wichtig, den Bereich des Ibbenbürener Bahnhofviertels vollständig zu überdenken. Wir haben hier eines der Tore nach Ibbenbüren, welches den Ankommenden mit wenig schmeichelhaftem Ambiente empfängt. Hier besteht Handlungsbedarf.